Shirou Emiya wird von Lancer mit einem Speer durchbohrt und beschwört dann Saber in einem Lagerhaus – oberflächlich betrachtet eine Reihe von Unfällen, doch darunter liegt eine präzise Kausalkette. Wenn man die Perspektive erweitert, ist jeder scheinbar zufällige Knotenpunkt mit längeren Fäden verbunden, von denen einige bis zu dem großen Brand vor zehn Jahren zurückreichen.
Die oberflächliche Kette: Eine Kettenreaktion, ausgelöst durch ein „Versagen bei der Zeugenbeseitigung“#
Betrachten wir zunächst die oberflächlichste Ereignissequenz. Der Beginn des Fünften Heiligen Gral Krieges begann eigentlich nicht mit Shirou Emiya – sondern mit Rin Tohsaka. Rin vollendete im ersten Prolog die Beschwörung von Archer, und zwar eine fehlerhafte Beschwörung: Die Uhren in ihrem Haus gingen insgesamt eine Stunde vor, was dazu führte, dass sie das Ritual vorzeitig durchführte und infolgedessen nicht den anvisierten Saber beschwören konnte, sondern einen Archer mit verwirrten Erinnerungen herbeirief. Dieser Uhrenfehler führte direkt zu zwei Dingen: Rins eigene Magieenergie war unzureichend, und Archer betrat das Schlachtfeld mit Erinnerungslücken.
Anschließend führte Rin mit Archer Aufklärungsarbeiten in Fuyuki-Stadt durch, während Shirou Emiya noch völlig im Alltag von Schule und Haushalt verweilte. Die beiden Linien kreuzten sich nachts im Schulgebäude: Lancer kämpfte gerade gegen Archer, und Shirou Emiya, der wegen Reparaturarbeiten nach der Schule noch im Gebäude war, geriet versehentlich auf das Schlachtfeld der Servants und wurde Zeuge des Kampfes. Im Heiligen Gral Krieg gibt es eine ungeschriebene Regel – Zeugen müssen beseitigt werden. Lancer nahm sofort die Verfolgung des Schülers auf und durchbohrte ihn mit einem Stoß.
Bis hierhin sieht alles nach reinem Pech aus. Doch was dann geschah, lässt das Wort „Zufall“ fragwürdig erscheinen.
